Das Internet wird immer mehr zur öffentlichen Plattform, auf der viele bereitwillig privateste Details aus Leben und Gefühlswelt mit Hunderten ihrer Mitmenschen teilen. Oftmals werden die Risiken dabei außer Acht gelassen, die vor allem im Berufsleben schwere Folgen haben können.
Wenn auch nicht mit dem Chef selbst, aber doch meist mit etlichen Kollegen über Facebook, Twitter und Co. verlinkt, schaufelt sich manch einer sein eigenes berufliches Grab, indem zu unbedacht Gedanken und Gefühlsregungen per Statusmeldung in die Welt geschickt werden. Was mit “richtigen” Freunden womöglich noch mit einem Augenzwinkern geteilt wird, kann Kollegen und Vorgesetzten jedoch schnell ein Dorn im Auge sein. So veröffentlichen eine Vielzahl von Nutzern in sozialen Netzwerken ihren Unmut über Arbeitssituation oder den eigenen Chef, ohne sich der Folgen bewusst zu sein. Doch auch ohne explizit jemanden oder etwas in seinen Meldungen zu benennen, kann der Internet-Auftritt maßgebend für den Beruf sein.

So ist es vielen Mitgliedern der Chefetage ein Leichtes, ihre Mitarbeiter in sämtlichen Fotoalben beim Feiern, Wetttrinken oder Rennfahren zu begutachten. Von all zu ausgelassenen Parties, während man auf der Arbeit am nächsten Tag krank gemeldet war, ganz zu schweigen. Mag sein, dass man hier und da mit solchen Bekenntnissen Eindruck schinden kann, doch bedeuten solche Informationen für den Chef übersetzt eher Gründe für zu häufiges Fehlen, mögliche Unzuverlässigkeiten oder zukünftige Verletzungen, die den Mitarbeiter als Arbeitskraft einschränken. Das können auch Gründe sein, mit deren Hilfe man schnell seines Arbeitsplatzes entledigt ist.

In jedem Fall sollte man also auf negative Kommentare über den Arbeitgeber in aller Öffentllichkeit verzichten. Auch den Wunsch nach einer neuen Arbeit oder Informationen über das blau Machen sollte man besser für sich behalten. Stattdessen kann man hier sogar Werbung in eigener Sache machen und sich mit Verstand und Wortwitz präsentieren.