Auf dem Weltmarkt geht es Schlag auf Schlag. Interessant ist dabei vor allem, dass es nicht verstärkt um die aktive Vermarktung von Produkten und neuen Entwicklungen geht. Zurzeit lässt vor allem die “Theorie” die großen Firmen tief in die Tasche greifen. So ersteigerte Google die Handysparte von Motorola für 12,5 Milliarden Dollar. Der Beweggrund von Google lag nicht etwa darin, dass Motorola so tolle Handys baue und die besten Technologien beinhalte. Viel mehr liegt es am gut geführten Patentbuch von Motorola. Denn derzeit geht es gerade in der IT-Branche auf dem Markt um nichts anderes als Patente. Ein Prozess jagt den nächsten und ein Gebot ist höher als das andere. So versuchen sich die Firmen derzeit nicht mit den besten Produkten zu übertrumpfen und durch fairen Kampf den Käufer von ihren Produkten zu überzeugen. Vielmehr geht es zur Zeit darum den Gegner durch Prozesse und Patentanklagen auszustechen und somit alleine in dem Bereich da zu stehen.
Genau das dürfte Google dazu gebracht haben, diese Rekordsumme für den Betrieb auszugeben. Das natürlich gerade die Motorola Handys das von Google entwickelte Betriebssystem benutzen ist ein positiver Nebeneffekt. So hat Google nun auch eine Produktionsstätte inne, da der Betrieb vorher nie Handys produzierte, sondern lediglich das Betriebssystem an Handyhersteller weitergab.
Nun wurde auch noch bekannt, dass Motorola sich zuerst in Verhandlungen mit Microsoft befand. Diese wollten jedoch nur die Patentrechte erwerben und die Produktionsstätte. Da Google vor kurzem in einem anderen Patentprozess gegen Microsoft und Apple den Kürzeren zog waren diese nun umso motivierter hier zu zuschlagen. Dies darf als wirklich interessanter Schachzug Googles gewertet werden und man darf gespannt sein was nun in den nächsten Wochen auf dem rasch zirkulierenden Patentmarkt geschieht.
