Aray Chen

Google wird größer und größer. Es gibt kaum einen Bereich in der Wirtschaft und im Internet den Google noch nicht angetastet hat.

Nun plant Google eine Börse namens DDP, auf welcher sich Werbefirmen Nutzerprofile zusammenstellen sollen können. Die Daten erhalten sie hierbei von Werbevermarktern. So sollen auf dieser Plattform Verleger und Datenvermarkter ihre Kundendaten hinterlassen können. Anschließen können sich Werbekunden dann ihre persönliche Zielgruppe zusammenstellen, beispielsweise nach Menschen die gerne Elektrogeräte, Süßigkeiten oder Gebrauchtwaren erwerben möchten.

Somit kam jetzt auch heraus, dass Google schon lange Daten sammelt, was für diese Börse natürlich enorm von Vorteil ist. Das beste Beispiel dafür ist die neue gerade angelaufene soziale Community Google+. So kann Google, wenn jemand ein Foto dort hochlädt, erkennen wer die Fotos aufgenommen hat und wem er dieses teilt. Mittlerweile ist es sogar so weit, dass Google durch eine ganze spezielle Bilderkennungstechnologie erkennen kann was da fotografiert wurde.

Weitere Daten kann Google aus dem Stream (ähnlich der Pinnwand von Facebook) der Nutzer entnehmen. So erfährt er dort worüber sich der Nutzer interessiert und welchen Gruppen er beigetreten und in welchen er auch sehr aktiv ist. Außerdem kann Google auch weiter verfolgen auf welche Seite wir beim Verlassen von Google+ gehen und kann somit aus diesen einzelnen Daten ein doch recht aussagekräftiges Profil über uns erstellen.

Natürlich wirft dieses Modell vor allem in Deutschland eine Unmenge an rechtlichen Fragen auf, da Google mit dem direkten Verkauf der Nutzerdaten Profit schlagen will. Um jedoch klären zu können wie die rechtliche Lage dazu in Deutschland aussieht muss es erst einmal einen Kläger geben. Wichtiger Aspekt bei der ganzen Sache ist, dass man als Nutzer bei einer kostenloses Plattform (wie etwa Google+) nicht als Kunde, sondern als Produkt gilt und somit in seinen Rechten noch einmal etwas eingeschränkter ist.